Kaffee ohne Koffein
Wer unter Herzrasen, Bluthochdruck oder ähnlichen Beschwerden leidet, der sollte aus gesundheitlichen Gründen nicht auf normalen Kaffee, sondern auf Kaffee ohne Koffein zurückgreifen. Der Produktionsprozess von koffeinfreien Kaffee beginnt bereits, wenn die Kaffeebohnen noch grün und noch nicht geröstet sind. Bei dem weit verbreitesten Produktionsverfahren wird im Anschluss dafür gesorgt, dass die Bohnen quellen, indem die Bohnen in warmen Wasser oder Wasserdampf einwirken, ehe die Entkoffeinierung mit einem Lösungsmittel betrieben wird. Dieser Prozess, der den Namen Methyl Chloride trägt, muss mehrfach wiederholt werden, da mit nur einem Produktionsprozess nicht das komplette Koffein herausgelöst werden kann. Ein weiterer möglicher Produktionsprozess ist die Entkoffeinierung mit Hilfe von Kohlendioxid. Dabei soll dass Koffein aus den Kaffeebohnen herausgelöst werden, indem Kohlendioxid, welches unter einem hohen Druck steht, die Poren der Kaffeebohnen öffnet. Eine weitere Möglichkeit ist die Schweizer Methode, bei der Kaffeebohnen in heißem Wasser eingewicht werden, woraufhin Aktivkohle das Koffein herausfiltert.
Der Prozess der Entkoffinierung ist erst abgeschlossen, sobald der Kaffe maximal noch 0,1 Prozent Koffein enthält. Laut der EU ist diese Höchstgrenze für koffeinfreien Kaffee vorgeschrieben. Bei dem Entkoffeinierungsprozess werden teilweise allerdings auch andere der und 400 chemischen Bestandteile des Kaffees herausgelöst, so dass dadurch das typische Aroma des Kaffees verfälscht werden kann. Bei der Schweizer Methode kann dies nicht passieren, da die Geschmacks- oder Aromastoffe dem Kaffee wieder zugeführt werden. In aller Welt gibt es Bemühungen von Forschern, dass Kaffeesorten mit einem geringen Koffeingehalt produziert werden. So konnte 2004 Arabica-Kaffee bei genetischen Versuchen entwickelt werden, der beinahe keinen Koffein enthielt. Diesen Kaffee hatten brasilianische Forscher entwickelt.

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