Macht Kaffee süchtig?
In diesem Artikel möchte ich versuchen auf die Frage, ob Kaffee süchtig macht eine Antwort zu geben:
Seit der “Einführung” der Kaffeebohne durch osmanische Heere in unseren Breiten ist der Kaffee zu einem der wichtigsten Genussmittel aufgestiegen. Das in der Bohne enthaltene “Gift” Koffein gilt als in begrenztem Maße schädlich, andererseits allerdings als aufbauend, belebend und sogar aufputschend. Ob Kaffee süchtig macht, ist bis heute umstritten.
Koffein macht wach. Es handelt sich um einen Wirkstoff, der anregende Ergebnisse zeitigt, so dass ein Mensch, der an den Genuss des Kaffees nicht gewöhnt ist, besser daran tut, vor dem Einschlafen keinen Kaffee zu sich zu nehmen.
In der Vergangenheit, speziell im kolonialen England des 19. Jahrhunderts, soll es in den berühmten Kaffeesalons Menschen gegeben haben, die tatsächlich süchtig nach Kaffee waren. Dies mag allerdings auf die damals verbreitete Mode zurückzuführen sein, während des Kaffees Opium zu sich zu nehmen, um die Wirkung des Kaffees zu dämpfen. Im Ersten Weltkrieg sollen deutsche Soldaten nach Kaffee süchtig gewesen sein, obwohl meist nur ein Ersatz aus Rüben gereicht wurde: Ein Placebo-Effekt.
Zweifellos ist Koffein ein Suchtmittel und es sei niemandem empfohlen, Koffein-Tabletten mit konzentriertem Wirkstoff zur Leistungssteigerung zu sich zu nehmen. Dennoch gibt es keinen bekannten Fall eines Menschen in unseren Breitengraden, der nach der täglichen Tasse Kaffee süchtig geworden wäre, – mit Ausnahme der Sucht nach dem feinen Geschmack oder dem täglichen “Kaffeeklatsch”

Gewohnheit und Sucht sind nun mal nicht weit voneinander entfernt.